Wirkungen der Entwicklungszusammenarbeit evaluiert
Donnerstag, 02. Juli 2009 um 10:00
Swisscontact, die Schweizerische Stiftung für technische Entwicklungszusammenarbeit begeht 2009 ihr 50-Jahre-Jubiläum. An einer Medienkonferenz am Donnerstag, den 2. Juli 2009, lud Swisscontact zu einer Medienkonferenz zum Thema Wirkungsmessung, an der die Resultate der Rütter + Partner-Studie "Nachhaltige Wertschöpfung von Swisscontact. Analyse und Darstellung der Wirkungsmechanismen der Projekte von Swisscontact" präsentiert wurden.
Swisscontact engagiert sich seit 50 Jahren in der Entwicklungszusammenarbeit in Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Osteuropas. Die Projekte von Swisscontact zielen darauf, über die Förderung des Privatsektors und die Verbesserung von Bildungsangeboten zu Wachstumsprozessen beizutragen, die die Armut in den betroffenen Ländern verringern.
Die Jubiläums-Studie von Rütter + Partner untersuchte anhand von sechs repräsentativen Projekten (Fallstudien) die Wirkungsmechanismen der Projekte von Swisscontact und ihren Beitrag zur Armutsbekämpfung. Dabei standen die wirtschaftlichen Wirkungsmechanismen im Zentrum der Analyse. Sie wurden aus einer wertschöpfungsanalytischen Perspektive untersucht. Zusätzlich bezog die Studie im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens auch gesellschaftliche und ökologische Aspekte ein und ging der Frage nach, welche langfristigen Entwicklungen aufgrund der angeregten Veränderungen zu erwarten sind.
Die Studie zeigt, dass die untersuchten Projekte in der Regel ganzheitlich angelegt sind und auf die Eigeninitiative der Beteiligten vor Ort setzen. Auch wenn die Wirkungen nicht durchgängig messbar sind, wird deutlich, dass in fast allen Fällen nachhaltig wirkende positive Veränderungen angestossen werden. Die Autoren der Studie schlagen vor, Projektwirkungen in Zukunft auch über die Laufzeit der Projekte hinaus zu beobachten, um deren Nachhaltigkeit besser sichtbar zu machen. Swisscontact bekundete an der Medienkonferenz ihr Interesse und befürwortete langfristige Wirkungsmessungen. Allerdings hänge die Umsetzung letztlich von den Finanzierungspartnern der Projekte ab und es sei wichtig, den Verwaltungskostenanteil von Projekten auch zukünftig niedrig zu halten. Unternehmen und Institutionen, die sich langfristig im Markt behaupteten, seien zudem der beste Indikator für die positive Wirkung eines Projekts.
Download der Kurzfassung der Studie
Medienmitteilung von Swisscontact
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