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Newsletter Nr.5 | Juni 2011
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Sehr geehrte Damen und Herren Geschätzte Kundinnen und Kunden Liebe Projektpartnerinnen und Projektpartner
Auch bei uns steht das erste Halbjahr 2011 ganz im Zeichen des Themas Energie. Gleich vier unserer neuen Studien beschäftigen sich damit. So haben wir die Regionen, welche im Gespräch sind für ein nukleares Endlager, genauer unter die Lupe genommen und ihr sozioökonomisches Profil erfasst. Weiter haben wir – noch vor den Ereignissen in Japan – untersucht, welche wirtschaftlichen Wirkungen ein allfälliges neues AKW in der Region Gösgen mit sich bringen würde. In zwei Projekten wurden zudem die Datengrundlagen für energiewirtschaftliche Analysen verbessert. Mehr über diese und weitere Studien aus den Bereichen Energie, Umwelt und Sport erfahren Sie in diesem Newsletter.
Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre und einen schönen Sommer!
Freundliche Grüsse
Team Rütter+Partner
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Endlager: Mögliche Standort-Regionen unter der Lupe
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Sechs Regionen sind in der engeren Auswahl als Standort für die geologische Tiefenlagerung von radioaktiven Abfällen. Im Auftrag des Bundesamtes für Energie (BFE) haben wir sie genauer untersucht und ihre wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Eigenschaften in diversen Karten aufgezeigt. Eine Datenbank aller organisierten Interessen in den betroffenen Regionen - Vereine, Kirchen, Parteien, Verbände, etc. - ergänzt diese Bestandesaufnahme. Sie dient nun als Grundlage, um den nächsten Schritt in der Standortsuche vorzubereiten: Die regionale Partizipation. Interessengruppen, Gemeinden und Bevölkerung sollen in diesen Prozess gleichermassen mit einbezogen werden.
> Details, Download der regionalen Berichte
Bild: In den Auswahlprozess für einen definitiven Lagerstandort für radioaktive Abfälle fliessen auch sozioökonomische Daten mit ein. (Bild: ss)
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Vor Fukushima: Geteilte Meinung zu neuem AKW
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Rund ein Jahr vor dem Reaktorunglück in Japan haben wir die Bevölkerung in der Solothurner Region Niederamt zum Bau von neuen Kernanlagen befragt: Damals war sie geteilter Meinung, was ein neues Kernkraftwerk in ihrer Region angeht und hat ein Tiefenlager deutlich abgelehnt. Die entsprechende Studie im Auftrag der Gemeindepräsidentenkonferenz Niederamt ist Anfang Jahr erschienen. Sie untersucht die sozioökonomischen Wirkungen des bestehenden KKW Gösgen, eines geplanten neuen Kernkraftwerks Niederamt sowie eines potenziellen Tiefenlagers. Im März wurden die laufenden Rahmenbewilligungsverfahren für den Neubau von AKW in der Schweiz sistiert.
> Details, Download des Schlussberichts
Bild: Vor einem Jahr nahm die Bevölkerung die Pläne für ein weiteres Kernkraftwerk neben dem KKW Gösgen mit geteilter Meinung auf. (Fotomontage: Alpiq)
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Bessere Daten für Energieanalysen
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Im Auftrag des Bundesamtes für Energie (BFE) haben wir all jene Branchen genauer beleuchtet, die mit Energie und Verkehr zu tun haben. Entstanden sind – in Zusammenarbeit mit INFRAS und Ecoplan - Input-Output-Tabellen (IOT) für die Jahre 2001 und 2005, in denen die Energie- und Verkehrsbranchen differenziert dargestellt und mit besseren Daten hinterlegt sind. Auf dieser Basis sind nun weiterführende und besser abgestützte energie-, klima- und umweltökonomische Analysen möglich. > Details und Download
Parallel dazu haben wir gemeinsam mit INFRAS ermittelt, wie hoch Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen der Wirtschaftsbranchen und der privaten Haushalte sind. Diese Daten sind Teil der vom Bundesamt für Statistik (BFS) aufgebauten NAMEA (National Accounting Matrix including Environmental Accounts) und stehen interessierten Anwendern zur Verfügung. > Details und Download
Bild: Sämtliche Energiebranchen werden in den neuen Input-Output-Tabellen gesondert betrachtet - dies ermöglicht weitere ökonomische Analysen. (Quelle: ClipDealer)
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Konsum mit weit reichenden Wirkungen
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Der Konsum der Schweizerinnen und Schweizer belastet nicht bloss die Umwelt im eigenen Land: Ganze 60 Prozent der Umweltbelastungen fallen im Ausland an. Dies zeigen die Ergebnisse eines Projekts, das wir für das Bundesamt für Umwelt (BAFU) in Zusammenarbeit mit ESU-Services durchgeführt haben. Unter Berücksichtigung aller relevanten Schadstoffemissionen und Ressourcenverbräuche haben wir erstmals ermittelt, wie stark der Schweizer Konsum die Umwelt belastet. Als Berechnungsgrundlage dient eine innovative Methode, welche die Input-Output-Analyse mit Daten aus Umweltstatistiken und Ökobilanzen verbindet.
> Details
Bild: Wer in der Schweiz einkauft, belastet die Umwelt auch im Ausland. Die Umwelt-IOT zeigt die weit reichenden Auswirkungen des Konsums auf. (Quelle: ClipDealer)
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Neue Projekte
Wie sich ein Endlager auf Bevölkerung, Wirtschaft und Umwelt auswirkt. Nicht nur Geologie und Sicherheit, sondern auch sozioökonomische und ökologische Kriterien sollen eine Rolle spielen bei der Standortsuche für ein nukleares Endlager. In einer gross angelegten Wirkungsstudie im Auftrag des Bundesamtes für Energie (BFE) vergleicht Rütter+Partner im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft mit INFRAS die möglichen Standortregionen im Hinblick auf diese Aspekte. > Mehr
Was die Erneuerbaren volkswirtschaftlich auslösen. Die Nutzung erneuerbarer Energien wird laufend ausgebaut – auch in der Schweiz. Wie gross die volkswirtschaftliche Bedeutung hierzulande tatsächlich ist, untersucht Rütter+Partner zusammen mit Ernst Basler+Partner im Auftrag des Bundesamtes für Energie (BFE). Parallel dazu werden die Kantone Aargau, Bern, Schaffhausen und Thurgau in Vertiefungs-Studien speziell untersucht. > Mehr
Wie es um die Sportanlagen in der Schweiz steht. In einer umfassenden Befragung der Schweizer Gemeinden wird im Auftrag des Bundesamtes für Sport (BASPO) sowie einiger Kantone – in Zusammenarbeit mit Interface und dem Institut für Tourismuswirtschaft (ITW) Luzern – die Anzahl Sportanlagen in der Schweiz erhoben. Mittels Fallstudien ermittelt Rütter+Partner zudem bei ausgewählten Sportanlagen betriebswirtschaftliche und energetische Indikatoren, um einen besseren Einblick in die Investitions- und Betriebskosten verschiedener Anlagetypen zu ermöglichen. > Mehr
Parallel dazu führt Rütter+Partner zusammen mit dem ITW in den Partnergemeinden des Gemeindeverbandes LuzernPlus eine Sportstättenerhebung durch. Dies im Auftrag der Verbandsgemeinden, die sich klare Grundlagen wünschen, um die Finanzierung regional bedeutender Sportanlagen überkommunal besser zu koordinieren. > Mehr
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Neue Daten zu Energie und Umwelt eröffnen neue Fragestellungen
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Mit Input-Output-Modellen lassen sich verschiedene ökonomische Wirkungsanalysen durchführen. Dabei setzt Rütter+Partner gleich mehrere neue Modelle ein: Inzwischen liegen Input-Output-Tabellen (IOT) für die Jahre 2001, 2005 und 2008 vor; zudem haben wir die gesamtwirtschaftliche IOT um Daten zu Energieverbrauch, Treibhausgasemissionen und Umweltbelastungen ergänzt. Damit wird die Untersuchung neuer interessanter Fragestellungen möglich. Beispielsweise zum Strukturwandel innerhalb einer Volkswirtschaft: Wie wirkt er sich auf Energieverbrauch und Emissionen aus? Oder zum sich verändernden Konsum der Haushalte: Wie belastet er die Umwelt und wieviel Energie wird verbraucht?
Weitere Infos: IOT 2008, Umwelt-IOT, Energie-IOT
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News von senarclens, leu + partner
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Zukunftstechnologien vor dem Quantensprung
Senarclens, Leu + Partner begleitet die Kommunikation des FET Flagship Pilotprojekts „Guardian Angels for a Smarter Life“, das EPFL und ETHZ gemeinsam initiiert haben. FET steht für „Future and Emerging Technologies“ – und nichts weniger als ein Quantensprung in der Informations- und Kommunikationstechnologie, der Energie- und der Sensortechnik schwebt den Forschern dabei in den nächsten zehn Jahren vor. Intelligente, autonome und „zero power“ Geräte werden entstehen, die uns zukünftig als helfende Technologie-Engel begleiten.
Mehr auf: www.ga-project.eu
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