Volkswirtschaftliche Bedeutung der Eishockey-Weltmeisterschaft (IIHF) 2009
Mittwoch, 16. Dezember 2009 um 00:00
Nach elf Jahren fand vom 24. April bis 10. Mai 2009 wieder eine IIHF (International Ice Hockey Federation) Weltmeisterschaft in der Schweiz statt. Spielorte waren Bern und Zürich. Die Eishockey-Weltmeisterschaft war der grösste Sportanlass des Jahres in der Schweiz:
Insgesamt wurden 66 Spiele durchgeführt. Die verschiedenen Akteure (Zuschauer, Trainer/Athleten, Officials, Medienvertreter und Helfer) generierten über 300’000 Aufenthaltstage und 112’500 Logiernächte. Die Eishockey-Weltmeisterschaft löste eine Bruttowertschöpfung von 76 Mio. Franken aus, davon 48 Mio. Franken in den Kantonen Bern und Zürich. Der Gesamtumsatz in der Schweiz betrug 175 Mio. Franken.
Dies hat eine vom Institut für Tourismuswirtschaft ITW der Hochschule Luzern und Rütter + Partner durchgeführte Studie ergeben. Neben ökonomischen Effekten wurden auch ökologische und soziale Aspekte der Eishockey-Weltmeisterschaft untersucht.
Die Studie zeigt, welche Bedeutung bzw. welchen volkswirtschaftlichen Nutzen die IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft für die Regionen Bern und Zürich und für die Schweiz insgesamt hat. In ökonomischer Hinsicht ermittelte sie die volkswirtschaftlichen Impacts auf Umsätze, Wertschöpfung, Beschäftigung sowie die vom Tourismus profitierenden Wirtschaftszweige. Ausserdem macht sie Aussagen zu ökologischen (Mobilitätsverhalten OK-Funktionäre, Energieverbaruch etc.) und sozialen Wirkungen (Bekanntheit und Image der Eishockey-Weltmeisterschaft).
Die Veranstalter können aufgrund der Resultate ihre Sportveranstaltung einschätzen. Darüber hinaus finden Sportverbände, Sponsoren und die öffentliche Hand in den vorliegenden Zahlen wichtige Entscheidungsgrundlagen für ähnliche Veranstaltungen vor.
Die Analysen beruhen auf der Methodik der Event-Scorecard, die von den beiden Projektpartnern in zwei Forschungsprojekten entwickelt und in diversen Wirkungsanalysen von Sport- und Kultur-Events angewandt wurde (www.event-scorecard.ch). Die Event-Scorecard fasst die wichtigsten Kennzahlen aus den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft/Soziales einer Veranstaltung zusammen.
Die Eishockey-Studie ist auch eine Case Study für die Überprüfung neuer Instrumente und angepasster Methoden der erweiterten Event-Scorecard zur Erfassung qualitativer Effekte von Veranstaltungen.
Kontakt: Heinz Rütter und Jutta Popp
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